Von der Gemeinwohlschule zum Gemeinwohlstudium

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Zugegeben, ich habe mich geirrt. Aber es gehört ja zu unserem Leben, dass wir uns immer weiter bilden.

Als in Österreich die Studiengebühren eingeführt wurden und die Diskussion darüber begann, war ich klar gegen die Studiengebühren, weil diese für die Weiterbildung hinderlich sind und manche überhaupt vom Studieren abhalten. Aber ich hatte die Idee, dass jeder im “Nachhinein” sein Studium über einen Gehaltsanteil “zurückzahlen” könnte, in einer Höhe, die von der Länge des Studiums abhängig ist. Und nun habe ich mich dabei ertappt, dass man leicht in die Denkweise jener schlittern kann, welche die Studiengebühren eingeführt haben. Diese sind natürlich nicht gerechtfertigt und dem Gemeinwohl überhaupt nicht dienlich.

Ausbildungskosten werden sowieso an die Gemeinschaft zurück bezahlt

In der Volksschule bis hin zu Matura genießen wir eine kostenlose Ausbildung und das kommt der Gemeinschaft zu Gute, den umso besser wir gebildet sind, desto mehr Facharbeitskräfte stehen unserer Wirtschaft zur Verfügung. Wir führen nicht nur unsere Lohnsteuer wieder an die Gemeinschaft ab, sondern beteiligen uns auch an der Wertschöpfung im ganzen Land durch unsere Arbeitsleistung. Ohne unsere Beiträge könnten die Betriebe nichts erwirtschaften und damit auch keine Steuern an die Gemeinschaft leisten. Auch die Gemeinschaftserträge aus den  Betrieben sind nur durch unsere Bildung möglich und mehr und bessere Bildung ermöglicht ein effizienteres Wirtschaften. Und hier kann man sagen, der Bildungsgrad bestimmt, wie viel an die Gemeinschaft zurück fließen kann.

Ende der Studiengebühren und Bildungsinitiative

Damit ist klar, zur Stärkung der Gemeinschaft und der Wirtschaftsstandortes müssen die Studiengebühren abgeschafft werden, um mehr Bildung und mehr Wertschöpfung zu ermöglichen. Außerdem sollte eine Stiftung vom Staat eingerichtet werden, in der Arbeitslose kostenlos in Mangelberufe ausgebildet werden, um den Bedarf zu decken, der entsteht. Diese Stiftung refinanziert sich ja eh durch Lohnsteuern und Wirtschaftsleistung, warum wird bei der Bildung also weiter gespart?

Von der Gemeinwohlschule zum Gemeinwohlstudium

Schule soll unsere Begabungen verstärken und es soll alles entfernt werden, was uns um Lernen hindert. Dazu zählen auch Studiengebühren. Wenn wir es schaffen, uns auf die Förderungen von Begabungen zu konzentrieren, dann entwickeln wir eine Schule, die dem Gemeinwohl dient. Nicht das Gleichschalten und Optimieren für Einzelzwecke darf im Vordergrund stehen, sondern die maximale Entwicklung von Begabungen. Denn alles andere ist für die Gemeinschaft ineffizient.

Lernen wir voneinander füreinander, zum Wohle aller.

 

 

 

Die Rauhnächte als Start ins neue Jahr nutzen

In Österreich gibt es viele Bräuche und bei vielen ist gar nicht so klar, woher diese genau kommen und wie lange diese schon in welcher Form ausgeführt werden. Die Rauhnächte zählen auch zu diesen Bräuchen und wurden offenbar schon von den Kelten gefeiert. Von da dürfte auch die Bezeichnung RauhNACHT kommen, denn laut dem Keltischen Jahreskreis befand man sich im Dezember in der JahresNACHT. Eine Rauhnacht geht im von Mitternacht zu Mitternacht und dauert so auch über den Tag an. Manche sprechen von 12 andere von 13 Rauhnächten, die am Weihnachtsabend, dem 24.12. beginnen. Laut Kelten bestand das Jahr aus 13 Mondmonaten, zu dieser Zeit wurde wahrscheinlich auch mit 13 Rauhnächten gefeiert. Eine Rauhnacht soll ja auch jeweils einen Monat wiederspiegeln.

Zeit der Besinnung

Die Raunächte sind oft jene Zeit im Jahr, bei der die Arbeit nieder gelegt wird und in der auf das vergangene Jahr zurück geblickt und auch aufgeräumt und entrümpelt wird.

In der heutigen Rauhnacht (vom 29.12. auf den 30.12.) ist das Thema die Bereinigung. Damit auch ein guter Anlass um auch mit sich selber ins Reine zu kommen und unnötigen Belast los zu werden. Nicht nur der Körper auch die Seele muss von Zeit zu Zeit entrümpelt und damit befreit werden. Gleichzeitig besinnen wir uns auch auf jene Dinge oder Themen die uns sehr wichtig sind und daraus können wir auch einen Plan entwickeln, was wir im neuen Jahr anpacken wollen.

Rückblickend auf das Jahr 2018 und den Unmenschlichen Entwicklungen kommt mir ein Lied eines österreichischen Liedermachers in den Sinn und da wäre mir noch folgende Strophe eingefallen:

a mensch mecht i bleib
in deine Aug´n mecht i seh’n
a mensch mecht i bleib’n
und die Hand mecht i dir geb’n

Denn eines ist mir heuer besonders aufgefallen, es wird viel zu oft weg geschaut, wenn andere leider und viele schauen sich nicht in die Augen, wenn sie miteinander reden und das ist nicht nur ein Problem der Politik.