Leben im Überfluss – Wer holt sich gerne Kirschen?

KirscheKirschen gelten in unserer Gesellschaft als etwas Süßes, dass man sich gerne gönnt und das gerne einmal vom Supermarkt mit nach Hause gebracht wird. In gewisser Weise sind  die Kirschen auch ein Symbol für unsere Wohlstandsgesellschaft, weil sie gerne in Kuchen oder mit Alkohol umhüllt von Schokolade genossen werden.

Jetzt ist die Kirschen-Saison praktisch vorbei und meine Kirschenbäume hatten schöne Früchte und diese haben uns sehr geschmeckt, die roten Kirschen, aber auch die weißen, welche sich vor den Vögeln besser verbergen konnten.

Heuer ist mir hier im Waldviertel aber aufgefallen, dass viele Kirschenbäume gar nicht geerntet wurden, die Kirschen sind verfault oder vertrocknet, weil sich keiner die Mühe gemacht hat, diese zu pflücken. Woran liegt es, dass viele das Obst auf den Bäumen nicht ernten, obwohl es viele Menschen gibt, welche sicher finanziell in keiner rosigen Lage sind. Hat unser eigenes Obst zu wenig Wert, dass wir es lieber im Supermarkt kaufen, wo es zuvor importiert wurde? Warum findet sich niemand, der das Obst pflückt, obwohl viele eigentlich Zeit hätten um das Obst zu pflücken?

Kann man jene die Obstbäume aber zu wenig Zeit haben nicht mit jenen zusammen bringen, welche Zeit haben und sich das Obst einfach holen? Eine kleine Entschädigung wäre sicher drinnen, früher wurde oft z.B. 10% abgeliefert, das wäre doch eine Verhandlungsbasis, bevor das Obst gar nicht geerntet wird. Was fehlt uns in der Gesellschaft, um das kostenlose Obst aus der Region einfach zu nutzen? Ein Pflückbörse wo Angebot (Obstbäume) und Nachfrage (Pflücker) zusammenkommen?

 

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Lange Geschichte – Der Grüne Mann

Vor ein paar Monaten habe ich mir die Frage gestellt, was macht den „Grünen Mann“ eigentlich aus, woher kommt er und was ist in den Geschichtsaufzeichnungen zum Grünen Mann zu finden. Gerechnet hätte ich eigentlich mit einer Geschichte, welche aus politischer Sicht ein paar Jahrzehnte zurück reicht, als in der „Grünen Bewegung“ auch die „Grüne Partei“ gegründet wurde.

Ich wurde dann aber vor ein paar Wochen in einem Buch vom Begriff „Der Grüne Mann“ überrascht, in dem es auch um den „Wilden Mann“ bzw. den „Naturverbunden Mann“ ging und diese Erzählung ging bis ins 11. Jahrhundert zurück und zeigt, dass es praktisch schon immer Männer gab, denen es ein großes Anliegen war, das Gleichgewicht der Natur zu bewahren. Dieser Umstand hat mich weniger überrascht, als die Tatsache, dass hier sehr oft vom Grünen Mann gesprochen wird und dieser Begriff eigentlich als besetzt gelten könnte. Gleichzeitig kann aber kaum jemand in der heutigen Gesellschaft mit diesem „alten“ Begriff etwas anfangen.

Andererseits spüren immer mehr Menschen, dass es mit der Ausbeutung unseres Planeten so nicht weiter gehen kann und dass ein Gleichgewicht mit der Natur hergestellt werden muss. Betrachtet man unseren ökologischen Fußabdruck, dann sieht man, dass wir mit dem heutigen Lebensstil den Globus mehrfach verbrauchen. Das geht natürlich in der Praxis nicht und somit leben wir auf Pump gegenüber den nächsten Generationen. Aber wie lange kann dies noch so weiter gehen?

Deshalb habe ich mir die Frage gestellt, ist nun das Zeitalter gekommen, in dem sich alle Grünen Männer auf dem Globus nun erheben und die Verantwortung für unsere Gesellschaft und unsere Erde an sich reißen und damit dem bisherigen System ein Ende setzen?

Und ich bin zu der Überzeugung gekommen:

DAS ZEITALTER DES GRÜNEN MANNES IST ANGEBROCHEN!

Und wir werden die Verantwortung an uns reißen müssen, denn  wir können nicht warten, bis das alte System von selbst kollabiert, denn die Schäden für unsere Gesellschaft werden mit jedem Tag mehr, den wir länger brauchen. Leider werden wir dazu eine unbequeme Wahrheit erzählen müssen, denn in vielen Bereichen leben viele Menschen bezogen auf ihren ökologischen Fußabdruck über den verträglichen Verhältnissen und wer möchte dies schon gerne hören? Im Mittelalter gab es Hofnarren, die sich herausnehmen durften, die unbequeme Wahrheit zu erzählen und den Zeigefinger zu erheben. Diese Zeigefinger ist aber in der heutigen Gesellschaft äußerst unerwünscht und deshalb eine besondere Herausforderung.

Deshalb ist es um so wichtiger mit gutem Beispiel voran zu gehen und zu zeigen, dass weniger Ressourcen verbrauchen und zwingend etwas mit einschränken zu tun hat. Brechen wir gemeinsam in ein neues Zeitalter auf und lernen wir voneinander.

Der Grüne Mann im Waldviertel