Frühlingsbeginn – Die Erntezeit hat begonnen

Topinambur 22.03.2019 (2)kGestern war Frühlingsbeginn und die Sonne hat sich gleich mit voller Kraft zurück gemeldet. Das ist nicht nur an den Solaranlagen zu bemerken, sondern auch im Garten hat bereits vieles zum Sprießen begonnen.

Dabei ist mir eingefallen, wie herrlich der Topinambur letzten Herbst geblüht hat und dass ich diesen noch aus einem Teil des Gemüsebeets entfernen muss. Also hab ich gleich meinen Spaten geholt und bei mir hat damit der Frühling gleich mit der Ernte des letzten Jahres begonnen. Eineinhalb Kübel aus rund einem dreiviertel Quadratmeter Beet war dann doch eine gute Ausbeute und damit ist auch klar, was demnächst auf den Speiseplan steht.

Topinambur 22.03.2019 (4)Bei der Ernt ist mir auch bewusst geworden, jetzt  wo alles wieder sprießt, beginnt auch wirklich gleich die Erntezeit, denn die Natur versorgt uns ja nicht nur im Herbst mit Früchten sondern fast das ganze Jahr. Als wir noch als Jäger und Sammler lebten, war uns das wahrscheinlich viel bewusster als in der heutigen Zeit, wo oft nur mehr Schnäppchen in den Supermärkten gejagt und gesammelt werden.

 

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Die Rauhnächte als Start ins neue Jahr nutzen

In Österreich gibt es viele Bräuche und bei vielen ist gar nicht so klar, woher diese genau kommen und wie lange diese schon in welcher Form ausgeführt werden. Die Rauhnächte zählen auch zu diesen Bräuchen und wurden offenbar schon von den Kelten gefeiert. Von da dürfte auch die Bezeichnung RauhNACHT kommen, denn laut dem Keltischen Jahreskreis befand man sich im Dezember in der JahresNACHT. Eine Rauhnacht geht im von Mitternacht zu Mitternacht und dauert so auch über den Tag an. Manche sprechen von 12 andere von 13 Rauhnächten, die am Weihnachtsabend, dem 24.12. beginnen. Laut Kelten bestand das Jahr aus 13 Mondmonaten, zu dieser Zeit wurde wahrscheinlich auch mit 13 Rauhnächten gefeiert. Eine Rauhnacht soll ja auch jeweils einen Monat wiederspiegeln.

Zeit der Besinnung

Die Raunächte sind oft jene Zeit im Jahr, bei der die Arbeit nieder gelegt wird und in der auf das vergangene Jahr zurück geblickt und auch aufgeräumt und entrümpelt wird.

In der heutigen Rauhnacht (vom 29.12. auf den 30.12.) ist das Thema die Bereinigung. Damit auch ein guter Anlass um auch mit sich selber ins Reine zu kommen und unnötigen Belast los zu werden. Nicht nur der Körper auch die Seele muss von Zeit zu Zeit entrümpelt und damit befreit werden. Gleichzeitig besinnen wir uns auch auf jene Dinge oder Themen die uns sehr wichtig sind und daraus können wir auch einen Plan entwickeln, was wir im neuen Jahr anpacken wollen.

Rückblickend auf das Jahr 2018 und den Unmenschlichen Entwicklungen kommt mir ein Lied eines österreichischen Liedermachers in den Sinn und da wäre mir noch folgende Strophe eingefallen:

a mensch mecht i bleib
in deine Aug´n mecht i seh’n
a mensch mecht i bleib’n
und die Hand mecht i dir geb’n

Denn eines ist mir heuer besonders aufgefallen, es wird viel zu oft weg geschaut, wenn andere leider und viele schauen sich nicht in die Augen, wenn sie miteinander reden und das ist nicht nur ein Problem der Politik.

Fest der Liebe

close up of tree against sky
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Mit dem 1. Dezember sind wir nun im Advent angekommen und man könnte nun glauben, dass sich alle auf das Fest der Liebe vorbereiten. Statt dessen sind viele mit dem Konsum beschäftigt und kaufen Geschenke, von denen nicht immer sicher ist, dass sie dem Beschenkten auch gefallen. Oft wissen wir gar nicht, was sich der andere eigentlich wünschen würde, dabei wäre gerade das hinhören vielleicht das größte Geschenk.

Da kann es sogar passieren, dass man den Lebenspartner auch nicht immer ganz versteht und obwohl man verliebt ist, glaubt man manches Mal, dass das Herz eine andere Sprache spricht. Und genau betrachtet, kann das durchaus passieren, wenn man sich nicht bewusst ist, dass die Liebe 5 verschiedene Sprachen kennt.

Dann wäre das vielleicht ein ideales Geschenk für einen selber, seinen Partner oder einen guten Freund, wenn es einen „Sprachkurs“ braucht. Dann empfehle ich für heuer das Buch, „Die 5 Sprachen der Liebe“, von Gary Chapman (ISBN-10: 3861221268).

Vielleicht hilft es, wenn wir uns besser verstehen und unsere Herzen öffnen, damit auch unsere Gesellschaft zusammenwächst, statt sich zu streiten.

Enthaltsamkeit

Vor ein paar Tagen sind mir folgende Zeilen in die Hände gefallen:

Sonne im Baum

Enthaltsamkeit ist das Vergnügen
an Dingen, welche wir nicht kriegen.
Drum lebe mäßig, denke klug,
wer nichts gebraucht, der hat genug.

Diese Zeilen stammen von Wilhelm Busch (1832-1908) und haben mich zum Nachdenken angeragt. In unserer westlichen Gesellschaft gibt es ja gar nicht viele Dinge, die wir nicht bekommen können und irgendwie steckt doch sehr viel in diesen Zeilen, denn wenn wir merken, dass es den vielen Konsum gar nicht braucht, und wir mit viel weniger Dingen auskommen können, dann stellen wir fest, dass uns weniger Konsum freier macht.

  • Freier, weniger besitzen zu müssen.
  • Freier, weniger verdienen zu müssen.
  • Freier, weniger Ressourcen zu verbrauchen.
  • Freier, mehr Zeit zu haben.
  • Freier, für seine Liebsten da zu sein.
  • Freier, das eigene Leben zu genießen.

Nachdem jetzt die Fastenzeit beginnt, aber auch die Zeit des Schenken kommt, lasst uns darüber nachdenken, was wir einander schenken wollen. Am besten kommt Liebe an, weit vor allen Ressourcen, die von Mutter Erde abgerungen werden.

 

Weltmännertag 2018

Am heutigen Weltmännertag wünsche ich mir, dass wir Männer mehr aussprechen was uns bewegt und nicht nur was wir erreichen oder ändern wollen. Zeigen wir Gefühle, diese sind Teil von uns und machen uns zum ganzen Menschen.

Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen in Österreich und am Rest des Globus glaube ich ein Teil unserer Menschlichkeit ist verloren gegangen, weil wir nicht mehr bereit sind Gefühle zu zeigen. Aber ohne ist das Leben nicht lebenswert.

Sonnenspiele im Kräutergarten

Baumsterben im Waldviertel

Dürre Lärchen
Baumsterben im Waldviertel

Seit 252 Jahren wird die Temperatur in Östereich aufgezeichnet und die 11 heißesten Sommer wurden alle nach dem Jahr 2000 festgestellt, die Klimakatastrophe ist nun endgültig in Österreich angekommen, obwohl es noch immer welche gibt, die den Klimawandel leugnet.

Dass der die Trockenheit den Fichten zusetzte, die dann auch noch vom Borgkenkäfer dahin gerafft werden, überrascht im Wadlviertel nicht mehr wirklich, obwohl teilweise noch immer neue Fichten in unserer Region ausgepflanzt werden. Dass nun aber auch vermehr tiefwurzelnde Bäume wie zum Beispiel Lärchen auch von der Trockenheit erfasst werden, ist ein deutliches Zeichen wie kritisch die Lage bereits ist. Es muss bald ein globales Umdenken einsetzen, damit die Treibhausgase reduziert werden, vor Ort müssen wir uns aber auch ein den Klimawandel anpassen und neue Strategien entwickeln. So wi in den letzen Jahrzehnten können wir die Land- und Fortwirtschaft nicht mehr weiter führen.

 

Leben im Überfluss – Wer holt sich gerne Kirschen?

KirscheKirschen gelten in unserer Gesellschaft als etwas Süßes, dass man sich gerne gönnt und das gerne einmal vom Supermarkt mit nach Hause gebracht wird. In gewisser Weise sind  die Kirschen auch ein Symbol für unsere Wohlstandsgesellschaft, weil sie gerne in Kuchen oder mit Alkohol umhüllt von Schokolade genossen werden.

Jetzt ist die Kirschen-Saison praktisch vorbei und meine Kirschenbäume hatten schöne Früchte und diese haben uns sehr geschmeckt, die roten Kirschen, aber auch die weißen, welche sich vor den Vögeln besser verbergen konnten.

Heuer ist mir hier im Waldviertel aber aufgefallen, dass viele Kirschenbäume gar nicht geerntet wurden, die Kirschen sind verfault oder vertrocknet, weil sich keiner die Mühe gemacht hat, diese zu pflücken. Woran liegt es, dass viele das Obst auf den Bäumen nicht ernten, obwohl es viele Menschen gibt, welche sicher finanziell in keiner rosigen Lage sind. Hat unser eigenes Obst zu wenig Wert, dass wir es lieber im Supermarkt kaufen, wo es zuvor importiert wurde? Warum findet sich niemand, der das Obst pflückt, obwohl viele eigentlich Zeit hätten um das Obst zu pflücken?

Kann man jene die Obstbäume aber zu wenig Zeit haben nicht mit jenen zusammen bringen, welche Zeit haben und sich das Obst einfach holen? Eine kleine Entschädigung wäre sicher drinnen, früher wurde oft z.B. 10% abgeliefert, das wäre doch eine Verhandlungsbasis, bevor das Obst gar nicht geerntet wird. Was fehlt uns in der Gesellschaft, um das kostenlose Obst aus der Region einfach zu nutzen? Ein Pflückbörse wo Angebot (Obstbäume) und Nachfrage (Pflücker) zusammenkommen?

 

Lange Geschichte – Der Grüne Mann

Vor ein paar Monaten habe ich mir die Frage gestellt, was macht den „Grünen Mann“ eigentlich aus, woher kommt er und was ist in den Geschichtsaufzeichnungen zum Grünen Mann zu finden. Gerechnet hätte ich eigentlich mit einer Geschichte, welche aus politischer Sicht ein paar Jahrzehnte zurück reicht, als in der „Grünen Bewegung“ auch die „Grüne Partei“ gegründet wurde.

Ich wurde dann aber vor ein paar Wochen in einem Buch vom Begriff „Der Grüne Mann“ überrascht, in dem es auch um den „Wilden Mann“ bzw. den „Naturverbunden Mann“ ging und diese Erzählung ging bis ins 11. Jahrhundert zurück und zeigt, dass es praktisch schon immer Männer gab, denen es ein großes Anliegen war, das Gleichgewicht der Natur zu bewahren. Dieser Umstand hat mich weniger überrascht, als die Tatsache, dass hier sehr oft vom Grünen Mann gesprochen wird und dieser Begriff eigentlich als besetzt gelten könnte. Gleichzeitig kann aber kaum jemand in der heutigen Gesellschaft mit diesem „alten“ Begriff etwas anfangen.

Andererseits spüren immer mehr Menschen, dass es mit der Ausbeutung unseres Planeten so nicht weiter gehen kann und dass ein Gleichgewicht mit der Natur hergestellt werden muss. Betrachtet man unseren ökologischen Fußabdruck, dann sieht man, dass wir mit dem heutigen Lebensstil den Globus mehrfach verbrauchen. Das geht natürlich in der Praxis nicht und somit leben wir auf Pump gegenüber den nächsten Generationen. Aber wie lange kann dies noch so weiter gehen?

Deshalb habe ich mir die Frage gestellt, ist nun das Zeitalter gekommen, in dem sich alle Grünen Männer auf dem Globus nun erheben und die Verantwortung für unsere Gesellschaft und unsere Erde an sich reißen und damit dem bisherigen System ein Ende setzen?

Und ich bin zu der Überzeugung gekommen:

DAS ZEITALTER DES GRÜNEN MANNES IST ANGEBROCHEN!

Und wir werden die Verantwortung an uns reißen müssen, denn  wir können nicht warten, bis das alte System von selbst kollabiert, denn die Schäden für unsere Gesellschaft werden mit jedem Tag mehr, den wir länger brauchen. Leider werden wir dazu eine unbequeme Wahrheit erzählen müssen, denn in vielen Bereichen leben viele Menschen bezogen auf ihren ökologischen Fußabdruck über den verträglichen Verhältnissen und wer möchte dies schon gerne hören? Im Mittelalter gab es Hofnarren, die sich herausnehmen durften, die unbequeme Wahrheit zu erzählen und den Zeigefinger zu erheben. Diese Zeigefinger ist aber in der heutigen Gesellschaft äußerst unerwünscht und deshalb eine besondere Herausforderung.

Deshalb ist es um so wichtiger mit gutem Beispiel voran zu gehen und zu zeigen, dass weniger Ressourcen verbrauchen und zwingend etwas mit einschränken zu tun hat. Brechen wir gemeinsam in ein neues Zeitalter auf und lernen wir voneinander.

Der Grüne Mann im Waldviertel